Kriminalität in Oberhausen verhindern - Neue Seniorensicherheitsberater

(ots) - Hohe Schauspielkunst oder doch kriminelle
Kreativität? Wenn bei den verschiedensten Varianten des Trickbetruges
oder des Trickdiebstahls die Täter in die unter-schiedlichsten Rollen
schlüpfen.
In dieser Woche, am 11.01.2011, nahm die Oberhausener Polizei
einen 38-jährigen Mann in seinem Mülheimer Geschäft fest. Er steht im
dringenden Tatverdacht, in dem Zeitraum vom 04.11.2009 bis zum
19.11.2010, ältere Menschen betrogen zu haben. Er soll unter
verschiedenen Firmennamen (Hoffmann, Deutsch) Reparaturen von
Weißware und Braunware angeboten und durchgeführt haben.
Hier nur zwei Fälle, die ihm vorgeworfen werden:
Eine 71-jährige Frau kaufte bei der Firma Hoffmann eine
Waschmaschine für 599 Euro. Geliefert wurde eine Waschmaschine mit
deutlichen Gebrauchsspuren. Bei einer genaueren Überprüfung stellte
sich heraus, dass die Waschmaschine bereits 10 Jahre alt war.
Die Firma Hoffmann gibt es seit Mai 2010 nicht mehr.
Eine 79-jährige Frau rief bei einer Firma Deutsch an, da ihr
Kühlschrank defekt war. Dort meldete sich eine Person der Firma
Hoffmann mit dem Hinweis, dass sie die Firma übernommen haben. Die
Mitarbeiter der Firma kam und tauschte die defekte Gefrierkombi gegen
gebrauchtes Gerät aus. Für diese Serviceleistung verlangte der
Mitarbeiter über 1.000 Euro, die er auch in bar bekam.
Opfer sind fast ausschließlich ältere, teils hochbetagte Menschen
(70+), deren Hilfsbereitschaft und Vertrauensseligkeit bedenkenlos
ausgenutzt wird.
Aus falscher Scheu und Angst vor dummen Sprüchen werden
Familienangehörige nicht eingeweiht.
Genau hier setzt das Oberhausener Projekt
"Seniorensicherheitsberater" an. Ältere Menschen sollen mit ihrer
Besorgnis um die eigene Sicherheit ernst genommen werden. Die
ehrenamtlichen Sicherheitsberater möchten ihnen vertrauensvoll zur
Seite stehen und mit praktischen Tipps und fundierten
Präventionsangeboten das persönliche Sicherheitsempfinden und damit
auch die Lebensqualität verbessern.
Die ehrenamtliche Seniorensicherheitsberatung hat im März 2010 in
Kooperation mit der Stadt Oberhausen, den Trägern der Freien
Wohlfahrtsverbände, der Polizei Oberhausen und weiteren örtlichen
Institutionen ihre Arbeit aufgenommen. Das Projekt soll die
Lebensqualität der hier wohnenden Senioren steigern.
Wichtige Ziele der Seniorensicherheitsberatung sind:
-ältere Bürger davor zu bewahren, Opfer von Straftaten und
Verkehrsunfällen zu werden,
-die Furcht der Senioren vor Kriminalität und den Gefahren des
Straßenverkehrs zu senken, sowie
-die im sozialen Bereich bestehende Hilfsangebote der Stadt
Oberhausen und die übrigen Kooperationspartner bekannt zu machen.
Zu diesem Zweck erfolgt der Einsatz von geschulten
Seniorensicherheitsberaterinnen und - beratern. Sie sollen die
älteren Bürger sowohl in öffentlichen Räumen als auch im eigenen,
häuslichen Umfeld durch aufsuchende Beratung erreichen.
Die Seniorensicherheitsberatung ist als eine relativ junge
Vorbeugungsmaßnahme somit Teil eines gesellschaftlichen
Gesamtkonzeptes zur Gefahrenabwehr. Senioren können sich aus ihrem
Alltag heraus ohne Umwege über die genannten Themenbereiche durch die
ihnen bekannten Sicherheitsberater informieren.
Ute Scheffler, Edith Ryl, Wolfgang Breitenhuber, Hasan Meziroglu,
Ralf Hoock, Wolfgang Röhrig, Uwe Grotthaus, Ilario Tomassilli, Rolf
Kubiak, Roswita Wahl und Jolanta Suwala haben sich für diese
anspruchsvolle Aufgabe qualifiziert. Durch eine mehrtägige Schulung
wurden sie in die Lage versetzt, als Multiplikatoren anderen Senioren
auf verständliche Weise Tipps und Erfahrungen für die eigene
Sicherheit weiterzugeben.
Mit diesen 11 "Neuen" sind gegenwärtig 27
Seniorensicherheitsberaterinnen und Seniorensicherheitsberater tätig.
Polizei und Stadt erhoffen sich vom Engagement der
Seniorensicherheitsberater eine weitere Verbesserung der
Kriminalitätsprävention und positive Auswirkungen auf das
Sicherheitsgefühl der älteren Bürgerinnen und Bürger.
Die Seniorensicherheitsberater verstehen sich selbst keineswegs als
ehrenamtliche Hilfspolizisten, sondern als kommunikatives Bindeglied,
die ihre Erfahrungen gerne an Interessierte weitergeben.
Wie verhalten Sie sich, wenn Sie jemand an Ihrer Haustüre um ein
Glas Wasser, einen Bleistift, ein Pflaster oder die Benutzung Ihres
Telefons bittet?
Sollten Sie sich durch diese Frage und von der Antwort, verunsichert
fühlen, dann besprechen Sie ihr Unwohlsein, Ihre Ängste und Sorgen
mit Ihrem Senioren-SicherheitsBerater / ihrer
SeniorenSicherheitsBeraterin.
Weitere Informationen finden Sie unter der E-Mail Adresse
http://www.seniorensicherheitsberatung-oberhausen.de
siehe auch Foto im Anhang
(ade, 38)
Polizeipräsidium Oberhausen
Präsidialbüro
Pressestelle/Öffentlichkeitsarbeit
Friedensplatz 2-5
46045 Oberhausen
Tel.: 0208 826-2222
Fax: 0208 826-2229
pressestelle.oberhausen(at)polizei.nrw.de
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Datum: 14.01.2011 - 16:25 Uhr
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